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Als Reporterin unterwegs im Krieg

16 Sep 2016
9:30 - 10:45
Gelber Saal

Als Reporterin unterwegs im Krieg

Julia Leeb kennt das Gefühl, wenn der Boden unter den Füssen bebt, weil in Sichtweite Bomben explodieren. Sie weiss, wie es ist, eingekesselt von Rebellen um ihr Leben zu bangen: Die deutsche Reporterin, Fotografin und Filmemacherin arbeitet in Kriegs- und Krisengebieten. Sie hat schon aus dem Kongo, aus Libyen, Syrien, Nordkorea, Afghanistan berichtet. Leeb konzentriert sich auf Länder in politischen Umbruchsituation, wo Gewalt und Repressalien zum Alltag gehören. Und all das auf eigene Faust, sie arbeitet freiberuflich. Wie schafft man es, aus der Demokratischen Republik Kongo zu berichten – ohne embedded zu reisen? Wie recherchiert man abseits der Journalisten-Meute in Libyen? Wie viel Risiko geht man ein, wie hält man die Angst aus? Und wie finanziert man als freischaffende Journalistin ohne grosses Medienhaus im Rücken seine Recherchen, ohne –  wie Werner Herzog es Leeb riet – «im Puff zu arbeiten» (wenn auch nur am Ausgang) und ohne seine Glaubwürdigkeit zu verlieren? Denn «Glaubwürdigkeit ist unsere wichtigste Währung», sagt Julia Leeb.

Durch das Gespräch führt Sylke Gruhnwald (Beobachter).